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Buchführung über gute Taten (Gebetstabellen)

14. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit · 163 Aufrufe

Dies ist ein Bild der Tabelle:
Bild einer Gebetstabelle

Antwort von Scheich Ibn 'Uthaymin رحمه الله:

Diese Art ist nicht gesetzlich (erlaubt), denn sie ist eine Bidah (Neuerung). Auch kann es sein, dass sie (diese Art) das Herz zur Anbetung Allahs führt, worauf die gottesdienstlichen Handlungen wie routinemäßige Taten werden, so wie sie es sagen. In den beiden Sahih-Werken wird von Anas ibn Maalik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, überliefert, dass er sagte:

«Der Gesandte Allahs betrat die Moschee, worauf er ein Seil vorfand, welches zwischen zwei Säulen gespannt war.
So sagte er: «Was ist das?»
Sie sagten: «Das ist das Seil von Zeinab, wenn sie betet und träge oder müde wird, hält sie sich daran fest.»
So sagte er: «Löst es (das Seil). Jeder von euch soll gemäß seiner Energie beten. Wenn (jemand von euch) träge oder schwach sein sollte, dann soll er sitzen.»

Ebenfalls kann es sein, dass sich dem Menschen einige, grundsätzlich, (von anderen) bevorzugte Taten darbieten, doch dann werden sie für ihn, durch einen Grund, vorzüglich. Falls er (z.B.) mit der Ehrung seines Gastes abgelenkt ist, der sich bei ihm niedergelassen hat, (und somit nicht) das Sunnah-Gebete von Dhuhr (verrichten kann), dann ist sein Beschäftigtsein damit (mit dem Gast) besser als das Sunnah-Gebet.

Ich rate unseren Jugendlichen ab, solche Mittel zu benutzen, die zu gottesdienstlichen Handlungen anregen, denn der Prophet warnte vor solch jenen (Handlungen). Dies, weil er dazu anspornte seiner Sunnah und der Sunnah der rechtgeleiteten Kalifen zu folgen. Er warnte uns vor den Neuerungen (in der Religion), und verdeutlichte, dass jede Neuerung (in der Religion) ein Irrgang ist. Auch wenn ihre Folger sie für gut ansehen. So etwas (wie diese Art von Buchführung) war weder von seiner noch von der Rechtleitung seiner Kalifen oder Gefährten, möge Allahs Wohlgefallen mit ihnen sein.»


Quelle:
Madschmuu’ Fataawa ua Rasaa-il Al-U’theimin, Fatwa-Nr. (1307), (16/175-176)

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Antwort von Scheich Salih al-Fauzan حفظه الله:

Nein, dies ist nicht gesetzlich (erlaubt). Es ist neu eingeführt. Allah ist es, der die Taten der Kinder Adams anrechnet. Was dich anbelangt, so handle und sei aufrichtig zu Allah, stolz und erhaben ist Er. Die Belohnung wird dir nicht verloren gehen. Als Ibn Mas’uud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, einige Leute sah, die Steinchen gesammelt hatten und eine Person bei sich hatten, die ihnen befiehlt: «Lobpreist (Allah) so und so viel Mal usw.» und sie dann die Steinchen zählten, sagte er zu ihnen: «Zählt eure Sünden. Ich garantiere euch, dass eure guten Taten, bei Allah, nicht verloren gehen.» So, kritisierte er an ihnen diese Tat.

Anmerkung des Übersetzerteams:

Der komplette Wortlaut von Ibn Masoud, Allahs Wohlgefallen auf ihm:

«Wie schnell seid ihr in die Irre gegangen, obwohl die Gefährten Muhammads noch am leben, seine Frauen noch jung und seine Kleider und Gefässe noch gleich sind. Zählt eure Sünden, ich garantiere euch, dass Allah euch eure guten Taten anrechnen wird.»

Quelle: Tabarani in al-Mu’dscham al-Kabiir, Hadith-Nr. 8636

Ein anderer Wortlaut:

«Zählt eure Sünden, ich garantiere euch, dass nichts von euren guten Taten verloren geht. Wehe euch Gemeinschaft Muhammads. Wie schnell doch eure Vernichtung kommt! Dies sind die Gefährten eures Propheten , sie sind noch in grosser Anzahl vorhanden. Dies sind seine Kleider, sie sind noch nicht vergammelt. Auch seine Gefässe sind noch nicht zerbrochen. Bei dem in dessen Hand meine Seele ist, ihr seid gewiss auf einer Religion, die rechtgeleiteter als die Religion Muhammads ist, oder ihr öffnet eine Türe zum Irrgang.» Sie sagten: «Bei Allah, oh Aba Abdarrahman, wir wollten nur Gutes.» Er sagte: «Wie viele von denen, die das Gute wollen, werden es nie erreichen! Wahrlich der Gesandte Allahs erzählte uns, dass Leute den Quran lesen werden, er aber nicht ihre Kehlköpfe übersteigt. Bei Allah, ich weiss nicht ob die meisten von euch von ihnen sein werden.» Dann verliess er sie. Amru ibn Salamah (der Überliefer der Geschichte) sagte: «Wir sahen die meisten von jenen, (die an diesen Gedenk)kreisen (teilnahmen), uns am Tag von Nahrawaan mit den Chawaaridsch zusammen bekämpfen.»

Quelle: Ad-Daarimy in as-Sunan, Hadith-Nr. 210

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